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Seedance 2.0: Prompt-Muster und sechs Anwendungsfälle für KI-Video

Praxisleitfaden zu Seedance 2.0 für Creator — Multi-Referenz-Eingaben, natives Audio, bis zu 4K Auflösung, Prompting nach Einstellungen und sechs getestete Prompts in OmniArt.

OmniArt-Team
Seedance 2.0: Prompt-Muster und sechs Anwendungsfälle für KI-Video

Seedance 2.0 ist das Modell, zu dem Creator greifen, wenn sich das Briefing liest wie eine Regieanweisung. Es nimmt Text, bis zu neun Bilder, drei Referenzvideos und drei Audiodateien in einer einzigen Anfrage entgegen, adressierbar über die Syntax @image1, @video1 und @audio1. Dieser Leitfaden zeigt die Prompt-Grammatik, mit der das Modell tatsächlich etwas anfangen kann, seine aktuellen Grenzen in OmniArt sowie sechs getestete Anwendungsfälle samt Prompts und Ergebnissen.

Was Seedance 2.0 ist

Seedance 2.0 generiert Clips von 4 bis 15 Sekunden Länge mit nativem Audio. Standard erreicht 4K, Fast und Mini kommen bis 720p. Die eigentliche Schlagzeile bleibt aber die Multi-Referenz-Architektur: Eine einzige Anfrage darf Bilder, Videos und Audio kombinieren, solange mindestens eine visuelle Referenz dabei ist.

MerkmalWert
VariantenStandard, Fast, Mini
AusgabeauflösungStandard: 480p / 720p / 1080p / 4K; Fast und Mini: 480p / 720p
Dauer4–15 Sekunden
Seitenverhältnisse21:9 / 16:9 / 4:3 / 1:1 / 3:4 / 9:16
Referenz-BudgetBis zu 12 Materialien kombinierbar; mindestens ein Bild oder Video ist Pflicht
Bild-EingabenBis zu 9 (@image1@image9)
Video-EingabenBis zu 3; jeweils 2–15 s bei 24–60 fps, 15 s gesamt (@video1@video3)
Audio-EingabenBis zu 3; jeweils 2–15 s, 15 s gesamt (@audio1@audio3)
Native Audio-AusgabeJa — Dialog, Soundeffekte, Atmo, Musik
AufgabenmodiVideo, Transition, Reference, Extend, Modify
ZugangStandard: ab Creator; Fast und Mini: ab Starter

Warum das Multi-Referenz-System den Unterschied macht

Die meisten Videomodelle akzeptieren genau eine Referenz oder gar keine. Seedance 2.0 nimmt einen ganzen Stapel entgegen und lässt dich jeder Referenz im Prompt eine Rolle zuweisen. Nimm @image1 für das Gesicht der Figur, @image2 für das Kostüm, @image3 für den Drehort, @video1 für die gewünschte Kamerabewegung und @audio1 für das Musikbett. Das Modell behandelt jede davon als eigenständige Anweisung, statt sie zu einem Durchschnittsrauschen zu verrechnen.

Genau darin liegt der praktische Grund, warum die Ähnlichkeit einer Figur über mehrere Einstellungen hinweg stabil bleibt: Dieselbe @image-Referenz geht in jede Einstellung der Timeline ein, und das Modell nutzt sie als Identitätsanker, statt die Figur jedes Mal neu aus dem Prompt-Text abzuleiten.

Prompt-Struktur, die funktioniert

Seedance 2.0 belohnt eine sechsteilige Struktur.

  1. Motiv — wer oder was im Bild zu sehen ist
  2. Aktion / Bewegung — was dort geschieht
  3. Schauplatz / Umgebung — wo es geschieht
  4. Visueller Stil — Filmreferenzen, Farbpalette, Epoche
  5. Kameraführung — konkrete Begriffe aus der Kameraarbeit
  6. Licht — Richtung, Charakter, Tageszeit

Ein brauchbarer Vorlagen-Prompt:

"Subject (with @image1 reference if applicable). Action. Setting. Visual style. Camera direction (specific cinematography term). Lighting detail."

Timeline-Notation für mehrere Einstellungen

Seedance 2.0 reagiert auf die Reihenfolge der Einstellungen, nicht auf sekundengenaue Zeitmarken. Nummeriere die Einstellungen und beschreibe jeden Handlungsschritt der Reihe nach.

Shot 1: wide establishing shot, character (in @image1) walks into the scene
Shot 2: medium tracking shot follows them across the room
Shot 3: 360-degree orbit around the table they reach

Verankere in jedem Segment dieselbe @image1. So bleibt die Ähnlichkeit über den Schnitt hinweg konsistent.

Hinweis

Seedance 2.5 ergänzt eine Steuerung über Zeitmarken in ganzen Sekunden. Kopiere keine 2.5-Zeitmarkenvorlage in eine 2.0-Anfrage in der Erwartung, dass die Zeitbereiche das Timing steuern; bleib bei der oben gezeigten Struktur mit nummerierten Einstellungen.

Disziplin beim Referenz-Tagging

Ein kurzes Regelwerk, das sich auszahlt:

  • Nimm @image1 und @image2 für Gesichtsfotos und Produktaufnahmen.
  • Nimm @video1 für die Kamerabewegung, die übernommen werden soll.
  • Nimm @audio1, wenn das Audiobett wichtiger ist als der Standard des Modells.
  • Sprich jeden Tag im Text ausdrücklich an. Verlass dich nicht darauf, dass das Modell errät, welche Referenz welche Rolle spielt.

Sechs getestete Anwendungsfälle mit Prompts

Jeden Prompt weiter unten haben wir selbst auf Seedance 2.0 laufen lassen. Unter „Ergebnis“ steht, was dabei herauskam; die Generierungszeit wurde jeweils auf Standard in 720p gemessen.

1. Kinoreife Filmszene

"A retired detective in a long dark coat walks through a rain-soaked alley at night. Neon signs reflect red and blue on the wet cobblestones. He pauses, lights a cigarette, and glances over his shoulder. Slow push-in from wide shot to medium close-up. Film noir style, anamorphic lens flare, teal-orange color grading, film grain."

Ergebnis. Weiche Push-in-Bewegung der Kamera. Überzeugende Regenreflexionen, natürlich mitschwingender Mantel. Das Anzünden der Zigarette wird ohne verzerrte Hände gerendert. Regen- und Stadtatmo synchron mitgeneriert. ~70 Sekunden.

2. Produktwerbespot

"A luxury perfume bottle rotates slowly on a black marble surface. Golden liquid catches the light as it turns. Soft particles of gold dust float in the air around it. Macro close-up, slow 360-degree orbit camera. Studio lighting with warm rim light, high-end commercial photography style."

Ergebnis. Lichtbrechung im Glas und Verhalten der Flüssigkeit sind akkurat. Die Partikel treiben natürlich. Weiche vollständige Rotation, korrekte Lichtwinkel, sichtbare Marmortextur. ~65 Sekunden.

3. Musikvideo

"A female singer in a flowing red silk dress performs on a rooftop at sunset. City skyline stretches behind her. Wind blows her hair and dress dramatically. She sings with emotional intensity, arms spread wide. Dynamic tracking shot circling around her. Golden hour backlighting, lens flare, vibrant warm tones."

Ergebnis. Realistische Stoffphysik des Kleides. Flüssige Kreisfahrt der Kamera. Das Gesicht bleibt über die gesamte Drehung konsistent. Die Haarbewegung passt zur Windrichtung. Ein atmosphärischer Musiktrack wurde mitgeneriert. ~75 Sekunden.

4. Charakterporträt in Bewegung

"An elderly Japanese craftsman in a traditional wooden workshop, morning light streaming through paper screens. He slowly lifts a hand-forged ceramic tea bowl, examining it with quiet pride. His weathered hands rotate the bowl gently. Close-up of his hands, then slow tilt up to reveal his face. Wabi-sabi aesthetic, warm natural light, documentary portrait quality."

Ergebnis. Korrekte Fingeranzahl. Natürliche Gelenkbewegung. Weicher Neigeschwenk von den Händen zum Gesicht. Realistischer Lichteinfall durch die Papierwände. Leise Werkstattgeräusche im Hintergrund. Realistische Hauttextur. ~80 Sekunden.

5. Natur und Landschaft

"Aerial drone shot gliding over a misty mountain valley at sunrise. Layers of fog roll between emerald green peaks. A winding river reflects the golden morning light below. Eagles soar through the frame at eye level. Smooth forward tracking with slight descent. Epic landscape, volumetric fog, golden hour lighting."

Ergebnis. Eigenständige Nebelschichten erzeugen überzeugende Tiefe. Die Spiegelungen im Fluss ziehen mit der Kameraposition mit. Starke Balance in der Farbpalette. Volumetrischer Nebel rendert sauber. Wind- und Vogelrufe im Audio. ~55 Sekunden — der schnellste der sechs Durchläufe.

6. Anime und Fantasy

"An anime warrior princess stands atop a cliff overlooking a burning medieval city at night. Her long silver hair and crimson cape billow in the wind. She draws a glowing blue katana, electricity crackling along the blade. Cherry blossom petals swirl around her. Dynamic low-angle shot with slow push-in. Cel-shading style, vibrant neon accents, dramatic speed lines."

Ergebnis. Durchgehend konsistentes Cel-Shading. Flüssiges Ziehen des Katanas. Der Elektrizitätseffekt fügt sich natürlich ein. Unabhängig voneinander bewegte Kirschblüten. Der Feuerschein interagiert mit dem Umhang. Dramatisches Schwertgeräusch im Audio. ~70 Sekunden.

Häufige Fehler und ihre Behebung

ProblemUrsacheLösung
Prompt abgelehntSchlüsselwörter für Gesichter oder mehrdeutige FormulierungenExplizite Gesichtsbeschreibungen streichen und stattdessen @image-Referenzen nutzen
Schwarze FramesZu komplexer PromptAuf eine Aktion pro 4–5 Sekunden kürzen, für den Test die Auflösung senken
Das Gesicht der Figur ändert sich zwischen den EinstellungenKeine durchgängige ReferenzDieselbe @image1 in jeder Einstellung der Timeline verankern
Audio nicht synchronVersatz in der gemeinsamen DiffusionOhne Audio neu generieren und das Audiobett separat ergänzen
Verzerrte Hände oder FingerKomplexe Handinteraktion ohne ReferenzEin Referenzbild mit der gewünschten Handhaltung ergänzen
Textur wirkt „KI-generiert“Zu starke Abhängigkeit von Stil-SchlüsselwörternPhysische Details ergänzen — Materialien, Licht, Objektivtyp

Seedance 2.0 gegenüber Seedance 1.0

Wenn du 1.0 im Einsatz hattest: Der Abstand zu 2.0 ist größer, als die Versionsnummer vermuten lässt.

Funktion1.02.0
ArchitekturGetrennte PipelinesVereinheitlichter Diffusion-Transformer
Bild-Eingabe1 optionalbis zu 9, über @tag adressierbar
Video-Eingabekeinebis zu 3
Audio-Eingabekeinebis zu 3
Native Audio-AusgabeNeinJa
Maximale Auflösung1080pbis zu 4K auf Standard
Dauer5–10 s4–15 s
Mehrere EinstellungenrudimentärTimeline-Storyboard mit Konsistenz über den Schnitt hinweg
Qualität der Händehäufige Artefaktespürbar besser
Bearbeitung im VideoNeinJa — Figuren- und Objekttausch

Wann ein anderes Modell besser passt

Seedance 2.0 ist nicht für jedes Briefing das richtige Werkzeug.

BedarfBesserer Startpunkt im aktuellen Workspace
Möglichst günstige Seedance-Entwürfe mit nativem AudioSeedance 2.0 Mini
Ein zweiter referenzlastiger Workflow mit 2K-AusgabeMiniMax H3
4K-Ausgabe mit optionalem nativem AudioVeo 3.1 Standard oder Fast
Kurzes Text-zu-Video ohne generiertes AudioSora 2
Günstige allgemeine Iteration über viele SeitenverhältnisseV6

Preise auf OmniArt

Seedance 2.0 wird im OmniArt-Video-Workspace pro Ausgabesekunde abgerechnet. Bei 720p kostet Standard 14 Credits pro Sekunde, Fast 11 und Mini 8. Ein Clip von fünf Sekunden kostet damit 70, 55 beziehungsweise 40 Credits. Standard setzt den Plan Creator oder Ultra voraus, Fast und Mini mindestens Starter. Ultra enthält derzeit eine Asset-Generierung ohne Credit-Abzug statt eines prozentualen Rabatts.

Warnung

Ob eine kommerzielle Nutzung erlaubt ist, hängt von den Bedingungen der Route und des Kontos ab, mit denen das Asset generiert wurde. Prüfe die aktuellen Plattformbedingungen, bevor du eine Lieferung mit hohem Einsatz freigibst.

Loslegen mit OmniArt

Seedance 2.0 Standard, Fast und Mini liegen im OmniArt-Video-Workspace direkt neben MiniMax H3, Gemini Omni, Happy Horse, Kling, Grok Imagine, Veo 3.1, Sora 2, V6 und weiteren aktuellen Videomodellen. Alle greifen auf dasselbe Guthaben und denselben Kreationsverlauf zu, während jedes Modell seine eigenen unterstützten Parameter und Referenzgrenzen behält.

Fang mit dem Prompt für die kinoreife Filmszene weiter oben an, um ein Gefühl für den Multi-Referenz-Workflow zu bekommen, und wechsle zum Musikvideo-Briefing, sobald du die Konsistenz eines Gesichts in Bewegung testen willst.

Wenn du zwischen Seedance 2.0 und HappyHorse 1.0 schwankst: Der Vergleich HappyHorse 1 gegen Seedance 2 geht die Kompromisse Einstellung für Einstellung durch. Für den Workflow der nächsten Generation lies weiter bei was sich mit Seedance 2.5 geändert hat und wähle dort den Prompt-Leitfaden für deine konkrete Aufgabe.

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